Hund

Hunde mit Niereninsuffizienz – Welches Futter?

Wie beim Menschen sind auch beim Hund die Nieren ein Organ, welches lebenswichtig ist. Sie sind dafür da, um Giftstoffe aus dem Körper des Hundes filtern und somit den Hund gesund halten zu können. Können die Nieren diese Aufgabe nicht mehr bewerkstelligen, spricht man von einer Niereninsuffizienz. Was man über das Thema wissen sollte und welches Futter der Hund in dieser Situation dann zu Fressen braucht, verrät dieser Artikel.


Die Ursachen der Niereninsuffizienz

Eine Niereninsuffizienz liegt vor, wenn das Organ es nicht mehr schafft, die Schadstoffe aus dem Blut des Hundes zu filtern. Diese kann in einer akuten Form oder in einer chronischen auftreten. Oftmals ist schwer zu sagen, wo genau die Ursache liegt. Hier sollte ein Gespräch mit einem Tierarzt stattfinden, der genau sagen kann, warum der Hund eine Niereninsuffizienz entwickelt hat.

Die akute Form der Niereninsuffizienz

Meist tritt diese sehr plötzlich ein und lässt sich am leichtesten auf die Ursachen eingrenzen. In den meisten Fällen tritt die akute Niereninsuffizienz auf, wenn ein Hund unter anderem Schwermetalle oder Frostschutzmittel zu sich genommen hat. Doch auch Giftköder kommen hierbei infrage.

Die chronische Form der Niereninsuffizienz

Die Entwicklung der chronischen Niereninsuffizienz ist mehrheitlich schleichend, bleibt sie unerkannt, kann sie enorme Schäden anrichten. Bei einer chronischen Niereninsuffizienz lässt sich die Ursache sehr viel schwerer herausfinden als bei einer akuten. Zum einen kann sich eine chronische Niereninsuffizienz natürlich aus der akuten entwickeln. Sollte dies nicht der Fall sein, können Tumore oder auch genetische Veranlagungen der Grund sein. Bei sehr alten Hunden bleibt die chronische Niereninsuffizienz oftmals unerklärt.

Symptome

Bei folgenden Symptomen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden:

  • unerklärlicher plötzlicher Gewichtsverlust
  • Depressionen und Lethargie
  • starke Vermehrung der Urinausscheidung
  • schlechter Mundgeruch
  • Erbrechen, Durchfall und Übelkeit

Welches Hundefutter geben?

Leidet der Hund an einer Niereninsuffizienz, stellt sich für den Besitzer immer die gleiche Frage:“ Was füttere ich meinem Hund bei Niereninsuffizienz?

Essenziell ist, dass der Proteingehalt des Futters reguliert wird. Das Futter sollte nur noch sehr hochwertiges Eiweiß enthalten und auch nur so viel wie der Hund benötigt, denn durch zu viel minderwertiges Eiweiß entstehen schlecht verwertbare Abbauprodukte. Dies kann bei einem Hund zu einer Harnvergiftung führen.
Besonders bei Trockenfutter und Nassfutter, welches reich an Fleisch ist, ist dies oft der Fall.
Der Gehalt von Phosphor und Salz im Futter sollte möglichst gering ausfallen.

Trockenfutter, Nassfutter oder Leckerlies?

Prinzipiell gelten hier keine Vorschriften. Nur auch hier sollte, wie oben beschrieben, darauf geachtet werden, dass die Bestandteile der Nahrung so angepasst werden, dass die Nieren die Möglichkeit der Erholung bekommen. Trockenfutter kann gegebenenfalls auch in Wasser eingeweicht werden, damit es schmackhafter für den Hund wird. Falls der Hund sehr durstig ist, aber im Verhältnis eher wenig Appetit zeigt, ist saftiges Futter die beste Wahl.

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